Lahnmarmor im Bad Homburger Schloss (Foto: W. Wabel)

Veranstaltungen
Unsere Vorträge im Winterhalbjahr finden jeweils um 19:30 Uhr im KongressCenter im Kurhaus Bad Homburg v. d. Höhe statt. Die Vorträge sind öffentlich, der Eintritt ist frei.
Unser aktuelles Vortragsprogramm finden Sie hier zum Herunterladen:
Lahnmarmor: Seine Pracht, Zeichen der Macht
Vortrag von Willi Wabel (Heidelberg)
Donnerstag, 12. November 2026, 19:30 Uhr, Kurhaus Bad Homburg
Lahnmarmor, dieser polierfähige Kalkstein, der in unterschiedlichen Farbvariationen und Musterungen vorkommt, wurde seit etwa 1600 in der Lahnregion abgebaut und erfreute sich in der Barockzeit großer Beliebtheit. Ungefähr 120 alte Steinbrüche wurden von der geologischen Forschung erfasst, von denen heute keiner mehr genutzt wird.
Es waren die Fürsten der Barockzeit, allen voran die Kurfürsten von Mainz, Trier und Köln, die ihre Dome und Schlösser prunkvoll ausstatteten, um ihre Bedeutung zu zeigen. Andere Fürsten im Bereich des Flusssystems Rhein-Mosel-Main folgten.
In der napoleonischen Zeit wurde durch die Säkularisation der Marmorverbrauch stark beeinträchtigt. Erst mit der Gründung des Deutschen Bundes entwickelte sich durch die selbstbewussten Staaten eine lebhafte Bautätigkeit, die bis zur Revolution von 1848 andauerte. Eine Blütezeit für den Lahnmarmor begann dann mit der Reichsgründung und die Bautätigkeit von Preußen. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Lahnmarmor auch in die USA exportiert. Die letzten größeren Arbeiten mit dem Material entstanden während der Nazizeit.
Willi Wabel beschäftigt sich nach seiner beruflichen Tätigkeit als Marketingdirektor in einem großen Chemieunternehmen seit über zwanzig Jahren mit den kunstgeschichtlichen und heimatkundlichen Aspekten des Lahnmarmors und unterstützt das Lahn-Marmormuseum in Villmar. Im Laufe seiner Forschungsarbeiten hat er mehrere Monographien und Aufsätze in seinem Forschungsgebiet veröffentlicht, darunter die Bücher „Form – Farbe – Glanz. Lahnmarmor im Barock“ und „Opulenz in Stein. Lahnmarmor in der Architektur des 19. und 20. Jahrhunderts“.
Gedenkfeier am Achtziger-Denkmal
Samstag, 14. November 2026, 14:30 Uhr, Kurpark Bad Homburg (Nähe Elisabethenbrunnen)
Herzlich lädt der Verein für Geschichte und Landeskunde, zugleich im Namen der Stadt Bad Homburg v. d. Höhe, zu einer kleinen Gedenkfeier am so genannten Achtziger-Denkmal im Bad Homburger Kurpark ein. Es wurde 1926 – also vor genau 100 Jahren – zur Erinnerung an die im Ersten Weltkrieg gefallenen Angehörigen des Füsilier-Regiments „von Gersdorff“ (Kurhessisches) Nr. 80 errichtet, zu dessen Garnisonsstädten Bad Homburg v. d. Höhe gehörte. Diesen Jahrestag – zugleich der 110. Jahrestag der Schlacht von Verdun – nehmen wir zum Anlass, am Vortag des Volkstrauertages über die Geschichte des Denkmals nachzudenken und an die Kriegsopfer zu erinnern.
Nach einem Grußwort von Oberbürgermeister Alexander Hetjes werden Gregor Maier und Onno Onneken zur Geschichte und Bildsprache des Bad Homburger Denkmals sowie zu den Angehörigen des Regiments Nr. 80 im Ersten Weltkrieg sprechen. Die Stadt Bad Homburg und das Kreisverbindungskommando Hochtaunus legen einen Kranz zum Gedenken an die Kriegstoten nieder. Die Projektgruppe „Geschichte. Gemeinsam. Gestalten“ der Feldbergschule in Oberursel wird aus Verdun die „Ewige Flamme der Erinnerung“ zum Denkmal bringen.
Die Veranstaltung findet bei jedem Wetter statt; eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Wir freuen uns auf Ihr Kommen!
Jella Lepman. Exilantin, Visionärin, Netzwerkerin. Wie ihr Einsatz für die Kinder- und Jugendliteratur im Bad Homburg der Nachkriegszeit seinen Anfang nahm
Vortrag von Dr. Sabine Baumann (Frankfurt am Main) und Alexandra Rak (Hofheim am Taunus)
Montag, 14. Dezember 2026, 19:30 Uhr, Kurhaus Bad Homburg
In der Nachkriegszeit litten die Menschen nicht nur in materieller Hinsicht Not. Es fehlte ihnen auch an geistiger Nahrung, durch die sie Hoffnung auf einen demokratischen Neuanfang schöpfen konnten. Die Journalistin Jella Lepman (1891−1970) kehrt nach Ende des Zweiten Weltkrieg als Beraterin der US-Army nach Deutschland zurück, genauer gesagt nach Bad Homburg. Und dort nimmt Lepmans Mission ihren Ausgang: der Aufbau einer besseren, friedlicheren Welt für Kinder und durch Kinder, mit Hilfe von guter Literatur. Sie baut Netzwerke und bleibt beharrlich, findet Verbündete und macht sich Feinde. Am Ende wird ihre Idee Wirklichkeit, die Internationale Jugendbibliothek in Schloss Blutenburg in München ist ein bis heute beliebter Besuchermagnet von großer Strahlkraft. Und eine friedlichere Welt brauchen wir heute dringender denn je.
Sabine Baumann schloss ihr Studium der Amerikanistik und Slawistik in Frankfurt und New York mit der Promotion ab. Anschließend war sie über dreißig Jahre lang als leitende Lektorin für Verlage tätig und wurde als Übersetzerin mit dem Preis der Kunststiftung NRW ausgezeichnet. Seit 2025 forscht sie in einem trinationalen Projekt der Universitäten Mainz/Germersheim, Lausanne und Graz zu Übersetzern, die nach 1945 aus dem Exil nach Deutschland zurückkehrten. Unter anderem hat sie für das digitale Übersetzerlexikon uelex.de zahlreiche Biographien verfasst und zu Jella Lepman publiziert.
Alexandra Rak (1968) studierte in Frankfurt am Main Germanistik mit dem Schwerpunkt Kinder- und Jugendliteratur, außerdem Kunstpädagogik und Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie. Nach zehn Jahren als Lektorin in einem großen Hamburger Verlagshaus arbeitet sie heute als Übersetzerin, freie Lektorin, Autorin, Herausgeberin und Referentin in Deutschland und der Schweiz. 2026 erhalten die Autorin Candy Gourlay und ihre Übersetzerin Alexandra Rak für den Jugendroman „Wild Song“ den Gustav-Heinemann-Friedenspreis.
Veranstaltungsvorschau
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Donnerstag, 12. November 2026
Willi Wabel, Heidelberg: Lahnmarmor - Seine Pracht, Zeichen der Macht
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Samstag, 14. November 2026 - Gedenkfeier am Achtziger-Denkmal
Kurpark Bad Homburg (Nähe Elisabethenbrunnen), 14:30 Uhr
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Montag, 14. Dezember 2026 - Vortrag
Dr. Sabine Baumann, Frankfurt am Main/Alexandra Rak, Hofheim am Taunus: Jella Lepman. Exilantin, Visionärin, Netzwerkerin. Wie ihr Einsatz für die Kinder- und Jugendliteratur im Bad Homburg der Nachkriegszeit seinen Anfang nahm
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Montag, 25. Januar 2027 - Vortrag
Dr. Kevin Kulp, Frankfurt am Main: Burchard von Worms († 1025): Bischof und Gesetzgeber
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Mittwoch, 17. Februar 2027 - Vortrag
Angelika Rieber, Oberursel (Taunus): „Vom Taunus in die Welt“ – Lebenswege von Mitgliedern der Familie Hirsch
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Dienstag, 16. März 2027 - Vortrag
Dr. Ursula Grzechca-Mohr, Bad Homburg v. d. Höhe: Sammeln, Bewahren, Forschen, Präsentieren: die Grundsäulen der Museumstätigkeit im Wandel
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Donnerstag, 15. April 2027 - Vortrag
Dr. Jessika Nowak, Wuppertal: Geheime Worte, große Politik. Die chiffrierte Korrespondenz von Giovanni Castiglioni, Bischof von Pavia und päpstlicher Legat auf dem Frankfurter Reichstag (1454)
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Mittwoch, 12. Mai 2027 - Vortrag
Prof. Dr. Nina Gallion, Mainz: Welt in Flammen. Die Mainzer Stiftsfehde (1461–1463) zwischen Reichspolitik und territorialer Erschütterung
Veranstaltungen des Stadtarchivs
Das Stadtarchiv Bad Homburg, mit dem wir eng zusammenarbeiten, bietet ein reichhaltiges Veranstaltungsprogramm, das spannende Einblicke in die Stadtgeschichte bietet. Aktuelle Einzelheiten finden Sie auf der
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