Veranstaltungen

Unsere Vorträge im Winterhalbjahr finden jeweils um 19:30 Uhr im KongressCenter im Kurhaus Bad Homburg v. d. Höhe statt. Die Vorträge sind öffentlich, der Eintritt ist frei.

Unser aktuelles Vortragsprogramm finden Sie hier zum Herunterladen:

Vortragsprogramm 2025/26 (pdf)

Maries Vermächtnis

Filmvorführung, Podiumsgespräch, Stadtführung

Montag, 4. Mai 2026, 18 Uhr, Kurhaus Bad Homburg


In der Bad Homburger Ottilienstraße befindet sich das „Marie Pfungst-Heim“ als Wohnstift für bedürftige Seniorinnen. Die Geschichte der Frau hinter dieser Einrichtung erzählt der 30-minütige Dokumentarfilm von Ina Knobloch: Marie Eleonore Pfungst (1862–1943), Unternehmerin, Stifterin und Frauenrechtlerin. Es geht um das einstige Familienunternehmen Naxos-Union, das heutige Pro­duk­tionshaus Naxos sowie die Dr. Arthur-Pfungst-Stiftung als Trägerin des Ma­rie Pfungst-Heimes. Seitenzweige führen ins Jüdische Mu­seum Frankfurt, auf die Insel Naxos und zum Ghetto Theresienstadt, wo Ma­rie Pfungst 1943 starb.

Es ist ein Film über eine außergewöhnlich kluge und engagierte Frau, die von den Nazis brutal enteignet und nach Theresienstadt in den Tod deportiert wurde. Ma­rie Pfungst war eine der bedeutendsten Unternehmerinnen und Stifterinnen des frü­hen 20. Jahrhunderts. Sie galt als „Engel“ ihrer Firma Naxos-Union, die sie vor 100 Jahren mit ihrer Mutter in eine Stiftung verwandelte und nach ih­rem ver­storbenen Bruder benannte.


Einführung

Angelika Rieber, Historikerin


Film „Maries Vermächtnis“


Im Gespräch:

Dr. Ina Knobloch, Filmemacherin

Maximilian Graeve, Dr. Arthur Pfungst-Stiftung

Moderation: Heike Zinke, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Hochtaunus


Stadtführung „Jüdisches Leben in Bad Homburg“

Ulrike Koberg


Die Veranstaltung endet gegen 20 Uhr an der Volkshochschule Bad Homburg, Platz der ehemaligen Synagoge (Elisabethenstraße 8)

Anmeldung: Maries Vermächtnis

Hiermit melde ich mich/melden wir uns zur Veranstaltung "Maries Vermächtnis" am 04.05.2026 an.


Höhere Mädchenbildung in Bad Homburg in der Zeit von 1866 bis 1914

Vortrag von Ulrich Hummel (Bad Homburg v. d. Höhe),

Montag, 11. Mai 2026, Kurhaus Bad Homburg

Schülerinnen des Instituts Droescher um 1895 (Foto: Stadtarchiv Bad Homburg)

Ausgehend von zwei Beispielen aus der Zeit vor 120 Jahren, behandelt der Vortrag die so ge­nannte höhere Töchterschulung des 19. Jahrhunderts im damaligen Homburg. Mit dem Auf­bau des Kurwesens und dem wachsenden Fremdenverkehr wuchs auch der Bedarf ei­ner besseren schulischen Ausbildung der Töchter von gut situierten Bürgern. Es entstanden meh­rere Privatinstitute für Mädchen nach dem schulpflichtigen Alter, in denen unter an­de­rem Französisch und Englisch gelehrt wurden.

Als Preußens Kultusminister von Goßler 1890 die Meinung vertrat, man solle auch die in­tel­lek­tuellen Seiten der Mädchen fördern, gab es in Homburg ein heftiges Hin und Her zwi­schen Befürwortern und Gegnern einer höheren Schulbildung von Mädchen. Drei an­ge­se­he­ne Herren setzten schließlich durch, dass das größte Institut, das der Louise Reuter, von der Stadt subventioniert werden sollte. Am 1. April 1900 trat die Stadt die Nachfolge von Fräu­lein Reuter an; eine höhere Mädchenschule wurde eröffnet, später „Lyzeum“ genannt.


Ulrich Hummel studierte nach dem Abitur an der Kaiserin-Friedrich-Schule in Bad Hom­burg Latein und Geschichte für das Lehramt an Gymnasien und trat in den Schuldienst ein. Bis 2004 unterrichtete er 33 Jahre lang an der Humboldtschule in Bad Homburg. Dabei be­treu­te er zahlreiche Schülergruppen bei der Teilnahme am Geschichtswettbewerb des Bun­des­präsidenten und anderen heimatgeschichtlichen Projekten. Für sein Engagement erhielt er mit seinen Schülerinnen und Schülern 1992 den ersten Saalburgpreis des Hoch­tau­nus­krei­ses für Geschichte und Heimatpflege. Er veröffentlichte zahlreiche Aufsätze zur Ge­schich­te von Bad Homburg, der Saalburg und des Limes.


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200 Jahre Heiliges Grab in Bad Homburg

Ausstellung in der Erlöserkirche

Mit mehreren Veranstaltungen haben im ersten Halbjahr 2025 die Erlöserkirchengemeinde, das Stadtarchiv und der Verein für Geschichte und Landeskunde Bad Homburg v. d. Höhe das Jubiläum „200 Jahre Heiliges Grab in Bad Homburg“ gefeiert. Im Jahr 1825 war der kleine mittelalterliche Sakralbau an seinem ursprünglichen Standort in Gelnhausen ab- und auf dem Reformierten Friedhof in Bad Homburg wieder aufgebaut worden.

Um dieses unscheinbare, aber bedeutende Kulturdenkmal über die Jubiläumsveranstaltungen hinaus im Bewusstsein der Bad Homburgerinnen und Bad Homburger präsent zu halten, hat die Erlöserkirchengemeinde in Zusammenarbeit mit dem Geschichtsverein drei Informations-Aufsteller gestalten lassen, die im Vorraum der Erlöserkirche über das Heilige Grab informieren. „Vielen ist gar nicht bewusst, dass zu den Kulturschätzen unserer Gemeinde auch das Heilige Grab gehört – das wollen wir ändern“, begründet Pfarrer Andreas Hannemann das neue Informationsangebot.

Die drei Ausstellungstafeln erläutern die theologischen und historischen Zusammenhänge, in denen das Heilig-Grab-Gebäude steht. Außerdem berichten sie über die Sanierung des Baudenkmals in den Jahren 2002 bis 2004 und seine heutige Nutzung. Konzipiert wurden die Inhalte von Pfarrer i. R. Dr. Alexander von Oettingen.

Die kleine Ausstellung im Vorraum der Erlöserkirche in Bad Homburg ist zu deren Öffnungszeiten zugänglich – täglich außer montags von 10 bis 17 Uhr, im Winter (Ewigkeitssonntag bis Ostern) von 12 bis 16 Uhr.

Das Heilige Grab in Bad Homburg

Im Spätmittelalter wurde in der Reichsstadt Gelnhausen ein Heiliges Grab errichtet, ein Nachbau des in der Jerusalemer Grabeskirche verehrten Grabes Christi. Als das Gebäude zur Erweiterung der durch Gelnhausen führenden Handelsstraße abgebrochen werden sollte, wurde Landgraf Friedrich VI. Joseph von Hessen-Homburg aufmerksam. Er erwarb das Heilige Grab, ließ es in Gelnhausen ab- und auf dem Reformierten Friedhof in seiner Residenzstadt wieder aufbauen.

Dabei wurde auch der mittelalterliche Grundstein entdeckt, der eine Flasche mit Jordanwasser enthielt – und die Jahreszahl 1490. Das war eine Enttäuschung für den Landgrafen, denn er hatte das Gebäude in der Annahme erworben, dass es sich um ein Relikt aus der Stauferzeit handele – ein Irrtum, ohne den dieses Baudenkmal wohl unwiederbringlich verloren wäre.

Heute ist das Heilige Grab im Besitz der Erlöserkirchengemeinde. Es gehört in seiner Bausubstanz zu den ältesten Gebäuden im Gebiet der Stadt Bad Homburg v. d. Höhe.

Veranstaltungsflyer (pdf)

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Maifest der Berliner Siedlung

Sonntag, 31. Mai 2026, 11-16 Uhr

Zum ersten Mal sind wir mit einem Stand auf dem Maifest der Berliner Siedlung in Bad Homburg vertreten, bieten ein buntes Mitmach-Programm und präsentieren unsere Arbeit. Lassen Sie sich überraschen!


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+++ ausgebucht! +++

Krieg und Frieden

Exkursion nach Westfalen, 13. bis 16. Mai 2026

Zur Erkundung der historischen Landschaft „Westfalen“ bietet die Stadt Münster den geeigneten Ausgangspunkt für unsere nächste Exkursion.

 

Auf der Hinfahrt besuchen wir zunächst Arnsberg, das die Kurfürsten von Köln zur Hauptstadt des Herzogtums Westfalen gemacht hatten und das nach dem Übergang an Preußen in klassizistischem Stil grundlegend umgestaltet wurde. Besonders gründlich werden wir die Stadt Münster erkunden, in der wir auch unser Quartier nehmen: Neben einer Stadtführung steht auch eine Besichtigung des Friedenssaales im Rathaus als Verhandlungsort des Westfälischen Friedens sowie eine Besichtigung des Domes auf dem Programm. Ebenso werden wir die zweite Stadt des Friedens von 1648 besuchen – auch in Osnabrück machen wir einen Stadtrundgang, besuchen den Dom und den dortigen Friedenssaal.

 

Zwei Abstecher führen uns in die Literaturlandschaft der Region: Wir besuchen das Haus Rüschhaus vor den Toren Münsters, wo Annette von Droste-Hülshoff von 1838 bis 1846 lebte und unter anderem „Die Judenbuche“ schrieb, und unternehmen in Telgte einen Stadtrundgang zu den Schauplätzen der Erzählung „Das Treffen in Telgte“, die Günter Grass am Ende des Dreißigjährigen Krieges dort angesiedelt hat. Nicht fehlen darf auch ein Besuch im „westfälischen Versailles“, dem Schloss Nordkirchen, das zu Beginn des 18. Jahrhunderts als Residenz der Fürstbischöfe errichtet wurde. Es ist eines der Hauptwerke von Johann Conrad Schlaun, dem wichtigsten westfälischen Barockbaumeister, dessen repräsentative Bauten uns während der Exkursion immer wieder begegnen werden. Eine letzte Station auf der Heimfahrt ist schließlich die Hansestadt Soest mit ihrer bedeutenden Altstadt.

 

Wir fahren am Mittwoch, 13. Mai 2026 um 9 Uhr mit dem Reisebus am Bahnhof Bad Homburg ab und wer­den am Samstag, 16. Mai, voraussichtlich gegen 20 Uhr wieder dort ankommen. Unser Quartier in Münster ist das zentral gelegene Hotel Conti.

 

Der Unkostenbeitrag beträgt für Mitglieder der gastgebenden Vereine (Förderverein Kreisarchiv des Hoch­taunuskreises, Verein für Geschichte und Landeskunde Bad Homburg) 470 €  im Einzelzimmer beziehungsweise 390 €  im Doppelzimmer; Gäste zahlen 510 €  im Einzelzimmer und 430 €  im Doppelzim­mer.   Bei Reiserücktritt nach dem 5. April müssen wir ggf. einen Teil des Reisepreises als Storno­gebühren einbehalten (bis 29.04.: 50%, danach: 100%). Änderungen im Programm sind vorbehalten.

 

Die Exkursion ist ausgebucht - Sie können sich aber gerne hier auf die Nachrückerliste setzen lassen:

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+++ ausgebucht! +++

Stätten der Reformation in Hessen

Exkursion nach Homberg an der Efze, Ziegenhain und Haina am 30. Mai 2026

Der Philippstein (1542) in Haina – Denkmal der hessischen Reformation (Foto: Wikimedia commons/Heinrich Stürzl)

Die Homberger Synode im Ok­tober 1526 gilt als Schlüssel­ereignis für die Reformation in der Landgrafschaft Hessen und damit auch in Stadt und Amt Homburg vor der Höhe. Zum 500. Jahrestag begeben wir uns an wesentlichen Schauplätzen auf die Spuren des Gesche­hens. Die Stadtkirche St. Mari­en in Homberg, eine der bedeu­tendsten Kirchen der Gotik in Hessen, ist als Tagungsort der Synode von 1526 unser erster Anlaufpunkt. Unweit davon präsentiert das „Haus der Re­formation“ das Geschehen mit musealen Mitteln.

Nach einer Mittagspause (Selbstzahler) geht es weiter nach Ziegenhain. Dessen amtliche Zu­satzbezeichnung „Konfirmationsstadt“ erinnert an die „Ziegenhainer Kirchenzuchtordnung“ von 1539, in der die Konfirmation als Kompromiss zwischen Kinder- und Erwachsenentaufe konzipiert wurde.

Eine unmittelbare Folge der Reformation war die Säkularisation der hessischen Klöster. Das wird an unserer letzten Station deutlich: dem Zisterzienserkloster Haina, das durch Landgraf Philipp den Großmütigen 1533 in ein Landesspital umgewandelt wurde, das bis heute besteht. In der gotischen Klosteranlage ist auch der so genannte „Philippstein“ des Bildhauers Philipp Soldan zu sehen, ein frühes und ikonographisch bedeutendes Denkmal der Reformation.

 

Wir freuen uns sehr, dass Dr. Dirk Richhardt, Vorsitzender des Vereins für hessische Ge­schichte und Landeskunde und ausgezeichneter Kenner der hessischen Reformationsgeschichte, sich die Zeit nimmt, uns als sachkundiger Führer vor Ort kompetent durch den Tag zu begleiten.

 

Wir fahren mit dem Reisebus am Samstag, 30. Mai um 8:30 Uhr in Bad Homburg vom Festplatz Heuchelbach ab und werden abends voraussichtlich gegen 19:00 Uhr wieder dort ankommen.

 

Mitglieder der gastgebenden Vereine (Förderverein Kreisarchiv des Hochtaunuskreises, Verein für Geschichte und Landeskunde Bad Homburg v. d. Höhe) zahlen einen Unkostenbeitrag von 50,- €; Gäste zahlen 60,- €. Änderungen im Programm sind vorbehalten. Bitte überweisen Sie den Teilnahmebeitrag erst nach Erhalt einer Bestätigung.


Die Exkursion ist ausgebucht - Sie können sich aber gerne für die Nachrückerliste anmelden.


Das komplette Jahresprogramm "500 Jahre evangelisch in Bad Homburg" finden Sie hier zum Herunterlagen:

Flyer "500 Jahre evangelisch in Bad Homburg" (pdf)

Anmeldung (Warteliste)



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Veranstaltungen des Stadtarchivs

Das Stadtarchiv Bad Homburg, mit dem wir eng zusammenarbeiten, bietet ein reichhaltiges Veranstaltungsprogramm, das spannende Einblicke in die Stadtgeschichte bietet. Aktuelle Einzelheiten finden Sie auf der Webseite sowie bei Facebook. Per E-Mail an stadtarchiv@bad-homburg.de können Sie den Newsletter abonnieren.

weitere Informationen:

Stadtarchiv in der Villa Wertheimber

Tannenwaldallee 50

61348 Bad Homburg v. d. Höhe

Öffnungszeiten: Di, 9-16 Uhr, Mi, 14-19 Uhr, Fr. 9-12 Uhr

Telefon: 06172/100-4140

E-Mail: stadtarchiv@bad-homburg.de

www.bad-homburg.de/de/leben/kultur-und-bildung/stadtarchiv


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