Schülerinnen des Instituts Droescher um 1895 (Foto: Stadtarchiv Bad Homburg)

Veranstaltungen
Unsere Vorträge im Winterhalbjahr finden jeweils um 19:30 Uhr im KongressCenter im Kurhaus Bad Homburg v. d. Höhe statt. Die Vorträge sind öffentlich, der Eintritt ist frei.
Unser aktuelles Vortragsprogramm finden Sie hier zum Herunterladen:

Maries Vermächtnis
Filmvorführung, Podiumsgespräch, Stadtführung
Montag, 4. Mai 2026, 18 Uhr, Kurhaus Bad Homburg
In der Bad Homburger Ottilienstraße befindet sich das „Marie Pfungst-Heim“ als Wohnstift für bedürftige Seniorinnen. Die Geschichte der Frau hinter dieser Einrichtung erzählt der 30-minütige Dokumentarfilm von Ina Knobloch: Marie Eleonore Pfungst (1862–1943), Unternehmerin, Stifterin und Frauenrechtlerin. Es geht um das einstige Familienunternehmen Naxos-Union, das heutige Produktionshaus Naxos sowie die Dr. Arthur-Pfungst-Stiftung als Trägerin des Marie Pfungst-Heimes. Seitenzweige führen ins Jüdische Museum Frankfurt, auf die Insel Naxos und zum Ghetto Theresienstadt, wo Marie Pfungst 1943 starb.
Es ist ein Film über eine außergewöhnlich kluge und engagierte Frau, die von den Nazis brutal enteignet und nach Theresienstadt in den Tod deportiert wurde. Marie Pfungst war eine der bedeutendsten Unternehmerinnen und Stifterinnen des frühen 20. Jahrhunderts. Sie galt als „Engel“ ihrer Firma Naxos-Union, die sie vor 100 Jahren mit ihrer Mutter in eine Stiftung verwandelte und nach ihrem verstorbenen Bruder benannte.
Einführung
Angelika Rieber, Historikerin
Film „Maries Vermächtnis“
Im Gespräch:
Dr. Ina Knobloch, Filmemacherin
Maximilian Graeve, Dr. Arthur Pfungst-Stiftung
Moderation: Heike Zinke, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Hochtaunus
Stadtführung „Jüdisches Leben in Bad Homburg“
Ulrike Koberg
Die Veranstaltung endet gegen 20 Uhr an der Volkshochschule Bad Homburg, Platz der ehemaligen Synagoge (Elisabethenstraße 8)

Höhere Mädchenbildung in Bad Homburg in der Zeit von 1866 bis 1914
Vortrag von Ulrich Hummel (Bad Homburg v. d. Höhe),
Montag, 11. Mai 2026, Kurhaus Bad Homburg
Ausgehend von zwei Beispielen aus der Zeit vor 120 Jahren, behandelt der Vortrag die so genannte höhere Töchterschulung des 19. Jahrhunderts im damaligen Homburg. Mit dem Aufbau des Kurwesens und dem wachsenden Fremdenverkehr wuchs auch der Bedarf einer besseren schulischen Ausbildung der Töchter von gut situierten Bürgern. Es entstanden mehrere Privatinstitute für Mädchen nach dem schulpflichtigen Alter, in denen unter anderem Französisch und Englisch gelehrt wurden.
Als Preußens Kultusminister von Goßler 1890 die Meinung vertrat, man solle auch die intellektuellen Seiten der Mädchen fördern, gab es in Homburg ein heftiges Hin und Her zwischen Befürwortern und Gegnern einer höheren Schulbildung von Mädchen. Drei angesehene Herren setzten schließlich durch, dass das größte Institut, das der Louise Reuter, von der Stadt subventioniert werden sollte. Am 1. April 1900 trat die Stadt die Nachfolge von Fräulein Reuter an; eine höhere Mädchenschule wurde eröffnet, später „Lyzeum“ genannt.
Ulrich Hummel studierte nach dem Abitur an der Kaiserin-Friedrich-Schule in Bad Homburg Latein und Geschichte für das Lehramt an Gymnasien und trat in den Schuldienst ein. Bis 2004 unterrichtete er 33 Jahre lang an der Humboldtschule in Bad Homburg. Dabei betreute er zahlreiche Schülergruppen bei der Teilnahme am Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten und anderen heimatgeschichtlichen Projekten. Für sein Engagement erhielt er mit seinen Schülerinnen und Schülern 1992 den ersten Saalburgpreis des Hochtaunuskreises für Geschichte und Heimatpflege. Er veröffentlichte zahlreiche Aufsätze zur Geschichte von Bad Homburg, der Saalburg und des Limes.
200 Jahre Heiliges Grab in Bad Homburg
Ausstellung in der Erlöserkirche
Das Heilige Grab in Bad Homburg
Im Spätmittelalter wurde in der Reichsstadt Gelnhausen ein Heiliges Grab errichtet, ein Nachbau des in der Jerusalemer Grabeskirche verehrten Grabes Christi. Als das Gebäude zur Erweiterung der durch Gelnhausen führenden Handelsstraße abgebrochen werden sollte, wurde Landgraf Friedrich VI. Joseph von Hessen-Homburg aufmerksam. Er erwarb das Heilige Grab, ließ es in Gelnhausen ab- und auf dem Reformierten Friedhof in seiner Residenzstadt wieder aufbauen.
Dabei wurde auch der mittelalterliche Grundstein entdeckt, der eine Flasche mit Jordanwasser enthielt – und die Jahreszahl 1490. Das war eine Enttäuschung für den Landgrafen, denn er hatte das Gebäude in der Annahme erworben, dass es sich um ein Relikt aus der Stauferzeit handele – ein Irrtum, ohne den dieses Baudenkmal wohl unwiederbringlich verloren wäre.
Heute ist das Heilige Grab im Besitz der Erlöserkirchengemeinde. Es gehört in seiner Bausubstanz zu den ältesten Gebäuden im Gebiet der Stadt Bad Homburg v. d. Höhe.
Maifest der Berliner Siedlung
Sonntag, 31. Mai 2026, 11-16 Uhr
Zum ersten Mal sind wir mit einem Stand auf dem Maifest der Berliner Siedlung in Bad Homburg vertreten, bieten ein buntes Mitmach-Programm und präsentieren unsere Arbeit. Lassen Sie sich überraschen!

+++ ausgebucht! +++
Krieg und Frieden
Exkursion nach Westfalen, 13. bis 16. Mai 2026

Zur Erkundung der historischen Landschaft „Westfalen“ bietet die Stadt Münster den geeigneten Ausgangspunkt für unsere nächste Exkursion.
Auf der Hinfahrt besuchen wir zunächst Arnsberg, das die Kurfürsten von Köln zur Hauptstadt des Herzogtums Westfalen gemacht hatten und das nach dem Übergang an Preußen in klassizistischem Stil grundlegend umgestaltet wurde. Besonders gründlich werden wir die Stadt Münster erkunden, in der wir auch unser Quartier nehmen: Neben einer Stadtführung steht auch eine Besichtigung des Friedenssaales im Rathaus als Verhandlungsort des Westfälischen Friedens sowie eine Besichtigung des Domes auf dem Programm. Ebenso werden wir die zweite Stadt des Friedens von 1648 besuchen – auch in Osnabrück machen wir einen Stadtrundgang, besuchen den Dom und den dortigen Friedenssaal.
Zwei Abstecher führen uns in die Literaturlandschaft der Region: Wir besuchen das Haus Rüschhaus vor den Toren Münsters, wo Annette von Droste-Hülshoff von 1838 bis 1846 lebte und unter anderem „Die Judenbuche“ schrieb, und unternehmen in Telgte einen Stadtrundgang zu den Schauplätzen der Erzählung „Das Treffen in Telgte“, die Günter Grass am Ende des Dreißigjährigen Krieges dort angesiedelt hat. Nicht fehlen darf auch ein Besuch im „westfälischen Versailles“, dem Schloss Nordkirchen, das zu Beginn des 18. Jahrhunderts als Residenz der Fürstbischöfe errichtet wurde. Es ist eines der Hauptwerke von Johann Conrad Schlaun, dem wichtigsten westfälischen Barockbaumeister, dessen repräsentative Bauten uns während der Exkursion immer wieder begegnen werden. Eine letzte Station auf der Heimfahrt ist schließlich die Hansestadt Soest mit ihrer bedeutenden Altstadt.
Wir fahren am Mittwoch, 13. Mai 2026 um 9 Uhr mit dem Reisebus am Bahnhof Bad Homburg ab und werden am Samstag, 16. Mai, voraussichtlich gegen 20 Uhr wieder dort ankommen. Unser Quartier in Münster ist das zentral gelegene Hotel Conti.
Der Unkostenbeitrag beträgt für Mitglieder der gastgebenden Vereine (Förderverein Kreisarchiv des Hochtaunuskreises, Verein für Geschichte und Landeskunde Bad Homburg) 470 € im Einzelzimmer beziehungsweise 390 € im Doppelzimmer; Gäste zahlen 510 € im Einzelzimmer und 430 € im Doppelzimmer. Bei Reiserücktritt nach dem 5. April müssen wir ggf. einen Teil des Reisepreises als Stornogebühren einbehalten (bis 29.04.: 50%, danach: 100%). Änderungen im Programm sind vorbehalten.
Die Exkursion ist ausgebucht - Sie können sich aber gerne hier auf die Nachrückerliste setzen lassen:
+++ ausgebucht! +++
Stätten der Reformation in Hessen
Exkursion nach Homberg an der Efze, Ziegenhain und Haina am 30. Mai 2026
Die Homberger Synode im Oktober 1526 gilt als Schlüsselereignis für die Reformation in der Landgrafschaft Hessen und damit auch in Stadt und Amt Homburg vor der Höhe. Zum 500. Jahrestag begeben wir uns an wesentlichen Schauplätzen auf die Spuren des Geschehens. Die Stadtkirche St. Marien in Homberg, eine der bedeutendsten Kirchen der Gotik in Hessen, ist als Tagungsort der Synode von 1526 unser erster Anlaufpunkt. Unweit davon präsentiert das „Haus der Reformation“ das Geschehen mit musealen Mitteln.
Nach einer Mittagspause (Selbstzahler) geht es weiter nach Ziegenhain. Dessen amtliche Zusatzbezeichnung „Konfirmationsstadt“ erinnert an die „Ziegenhainer Kirchenzuchtordnung“ von 1539, in der die Konfirmation als Kompromiss zwischen Kinder- und Erwachsenentaufe konzipiert wurde.
Eine unmittelbare Folge der Reformation war die Säkularisation der hessischen Klöster. Das wird an unserer letzten Station deutlich: dem Zisterzienserkloster Haina, das durch Landgraf Philipp den Großmütigen 1533 in ein Landesspital umgewandelt wurde, das bis heute besteht. In der gotischen Klosteranlage ist auch der so genannte „Philippstein“ des Bildhauers Philipp Soldan zu sehen, ein frühes und ikonographisch bedeutendes Denkmal der Reformation.
Wir freuen uns sehr, dass Dr. Dirk Richhardt, Vorsitzender des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde und ausgezeichneter Kenner der hessischen Reformationsgeschichte, sich die Zeit nimmt, uns als sachkundiger Führer vor Ort kompetent durch den Tag zu begleiten.
Wir fahren mit dem Reisebus am Samstag, 30. Mai um 8:30 Uhr in Bad Homburg vom Festplatz Heuchelbach ab und werden abends voraussichtlich gegen 19:00 Uhr wieder dort ankommen.
Mitglieder der gastgebenden Vereine (Förderverein Kreisarchiv des Hochtaunuskreises, Verein für Geschichte und Landeskunde Bad Homburg v. d. Höhe) zahlen einen Unkostenbeitrag von 50,- €; Gäste zahlen 60,- €. Änderungen im Programm sind vorbehalten. Bitte überweisen Sie den Teilnahmebeitrag erst nach Erhalt einer Bestätigung.
Die Exkursion ist ausgebucht - Sie können sich aber gerne für die Nachrückerliste anmelden.
Das komplette Jahresprogramm "500 Jahre evangelisch in Bad Homburg" finden Sie hier zum Herunterlagen:
Anmeldung (Warteliste)
Veranstaltungsvorschau
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Montag, 4. Mai 2026 - Maries Vermächtnis
Filmvorführung, Podiumsgespräch, Stadtführung - Infos und Anmeldung: hier klicken!
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Montag, 11. Mai 2026 - Vortrag
Ulrich Hummel, Bad Homburg v. d. Höhe: Höhere Mädchenschulbildung in Bad Homburg in der Zeit von 1866 bis 1914
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13.-16. Mai 2026 - Exkursion nach Westfalen
ausgebucht! Infos und Anmeldung für die Warteliste hier.
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Samstag, 30. Mai 2026 - Exkursion
Stätten der Reformation in Hessen - ausgebucht! Infos und Anmeldung für die Warteliste hier.
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Sonntag, 31. Mai 2026 - Maifest in der Berliner Siedlung
Infostand und Aktivitäten auf dem Maifest mit Flohmarkt des Vereins Berliner Siedlung e. V.
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Mittwoch, 10. Juni 2026 - Erinnerungspolitisches Diskussionsforum
Humboldtschule Bad Homburg v. d. Höhe - weitere Infos folgen.
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Samstag, 24. Oktober 2026 - Ehrenamtsbörse
Infostand auf der Ehrenamtsbörse im Kurhaus Bad Homburg
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Samstag, 24. Oktober 2026 - Kulturnacht im Stadtarchiv
Aktivitäten und Programm zur Bad Homburger Kulturnacht
Veranstaltungen des Stadtarchivs
Das Stadtarchiv Bad Homburg, mit dem wir eng zusammenarbeiten, bietet ein reichhaltiges Veranstaltungsprogramm, das spannende Einblicke in die Stadtgeschichte bietet. Aktuelle Einzelheiten finden Sie auf der
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