Veranstaltungen

Unsere Vorträge im Winterhalbjahr finden jeweils um 19:30 Uhr im KongressCenter im Kurhaus Bad Homburg v. d. Höhe statt. Die Vorträge sind öffentlich, der Eintritt ist frei.

Unser aktuelles Vortragsprogramm finden Sie hier zum Herunterladen:

Vortragsprogramm 2025/26 (pdf)

+++ zweiter Zusatztermin +++

Majestät brauchen Sonne

1. Gonzenheimer Abend 2026


Filmabend:  "Majestät brauchen Sonne"

Ein Film von Peter Schamoni, Erzähler: Mario Adorf


Wir erleben Kaiser Wilhelm II. während seiner Amtszeit in Deutschland und in seinem Exil in den Niederlanden.


Dienstag, 24. März 2026, 19:30 Uhr

Vereinshaus Gonzenheim, Schultheißenstube

Am Kitzenhof 4, Bad Homburg v. d. Höhe.


Anmeldung:

bis zum 20. März 2026 mit dem unten stehenden Formular.


Die Teilnahme ist kostenlos (Spendenmöglichkeit).

Anmeldung: 1. Gonzenheimer Abend 2026

Hiermit melde ich mich/melden wir uns zum Filmabend "Majestät brauchen Sonne" am 24.03.2026 an.


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200 Jahre Heiliges Grab in Bad Homburg

Ausstellung in der Erlöserkirche

Mit mehreren Veranstaltungen haben im ersten Halbjahr 2025 die Erlöserkirchengemeinde, das Stadtarchiv und der Verein für Geschichte und Landeskunde Bad Homburg v. d. Höhe das Jubiläum „200 Jahre Heiliges Grab in Bad Homburg“ gefeiert. Im Jahr 1825 war der kleine mittelalterliche Sakralbau an seinem ursprünglichen Standort in Gelnhausen ab- und auf dem Reformierten Friedhof in Bad Homburg wieder aufgebaut worden.

Um dieses unscheinbare, aber bedeutende Kulturdenkmal über die Jubiläumsveranstaltungen hinaus im Bewusstsein der Bad Homburgerinnen und Bad Homburger präsent zu halten, hat die Erlöserkirchengemeinde in Zusammenarbeit mit dem Geschichtsverein drei Informations-Aufsteller gestalten lassen, die im Vorraum der Erlöserkirche über das Heilige Grab informieren. „Vielen ist gar nicht bewusst, dass zu den Kulturschätzen unserer Gemeinde auch das Heilige Grab gehört – das wollen wir ändern“, begründet Pfarrer Andreas Hannemann das neue Informationsangebot.

Die drei Ausstellungstafeln erläutern die theologischen und historischen Zusammenhänge, in denen das Heilig-Grab-Gebäude steht. Außerdem berichten sie über die Sanierung des Baudenkmals in den Jahren 2002 bis 2004 und seine heutige Nutzung. Konzipiert wurden die Inhalte von Pfarrer i. R. Dr. Alexander von Oettingen.

Die kleine Ausstellung im Vorraum der Erlöserkirche in Bad Homburg ist zu deren Öffnungszeiten zugänglich – täglich außer montags von 10 bis 17 Uhr, im Winter (Ewigkeitssonntag bis Ostern) von 12 bis 16 Uhr.

Das Heilige Grab in Bad Homburg

Im Spätmittelalter wurde in der Reichsstadt Gelnhausen ein Heiliges Grab errichtet, ein Nachbau des in der Jerusalemer Grabeskirche verehrten Grabes Christi. Als das Gebäude zur Erweiterung der durch Gelnhausen führenden Handelsstraße abgebrochen werden sollte, wurde Landgraf Friedrich VI. Joseph von Hessen-Homburg aufmerksam. Er erwarb das Heilige Grab, ließ es in Gelnhausen ab- und auf dem Reformierten Friedhof in seiner Residenzstadt wieder aufbauen.

Dabei wurde auch der mittelalterliche Grundstein entdeckt, der eine Flasche mit Jordanwasser enthielt – und die Jahreszahl 1490. Das war eine Enttäuschung für den Landgrafen, denn er hatte das Gebäude in der Annahme erworben, dass es sich um ein Relikt aus der Stauferzeit handele – ein Irrtum, ohne den dieses Baudenkmal wohl unwiederbringlich verloren wäre.

Heute ist das Heilige Grab im Besitz der Erlöserkirchengemeinde. Es gehört in seiner Bausubstanz zu den ältesten Gebäuden im Gebiet der Stadt Bad Homburg v. d. Höhe.

Veranstaltungsflyer (pdf)

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Die sogenannte Frankfurter Silberinschrift im Kontext und die Anfänge des Christentums nördlich der Alpen

Vortrag von Prof. Dr. Markus Scholz, Frankfurt am Main

Dienstag, 28. April 2026, 19:30 Uhr, Kurhaus Bad Homburg

Foto: Leibniz-Zentrum für Archäologie Mainz

Das Gräberfeld „Heilmannstra­ße“ ist die späteste Nekropole der römischen civitas-Haupt­stadt Nida (Frankfurt-Heddern­heim). In den Jahren 2017/2018 untersuchte das Denkmalamt Frankfurt dort insgesamt 127 Bestattungen, darunter 113 Kör­pergräber aus dem 3. Jahrhun­dert, die Peter Fasold am Archäologischen Museum Frankfurt ausgewertet hat. Ein etwa 40 Jahre alter Mann, der zwischen ca. 230 und 260/70 n. Chr. starb, war mit einer sil­bernen Amulettkapsel um den Hals bestattet worden. Das dar­in eingerollte Silberblech war so fragil, dass eine physische Entrollung nicht in Frage kam. Dies gelang erst im Jahr 2024 am Leibniz-Zentrum für Archä­ologie in Mainz mit digitalen Methoden. Die dadurch sicht- und entzifferbar gewordene la­teinische Inschrift offenbart eine handfeste Überraschung: Der 18 Zeilen lange Text enthält eine rein christliche Botschaft ohne synkretistische Elemente, die neue Fragen zum frühen Christentum aufwirft. Das macht sie einzigartig. Es handelt sich um das bisher frü­heste authentische Zeugnis für Christentum nördlich der Alpen.


Prof. Dr. Markus Scholz hat Provinzialrömische Archäologie, Ur- und Frühgeschichte so­wie Alte Geschichte an den Universitäten Frankfurt am Main, Freiburg im Breisgau und Basel studiert. Nach der Dissertation über die Keramik des Kastells Kapersburg arbeitete er zunächst am Landesdenkmalamt Baden-Württemberg, an der Universität Freiburg und von 2006 bis 2015 am Römisch-Germanischen Zentralmuseum Mainz. Seit 2015 ist er Professor für Archäologie und Geschichte der römischen Provinzen an der Goethe-Univer­sität Frankfurt.

Maries Vermächtnis

Filmvorführung, Podiumsgespräch, Stadtführung

Montag, 4. Mai 2026, 18 Uhr, Kurhaus Bad Homburg


In der Bad Homburger Ottilienstraße befindet sich das „Marie Pfungst-Heim“ als Wohnstift für bedürftige Seniorinnen. Die Geschichte der Frau hinter dieser Einrichtung erzählt der 30-minütige Dokumentarfilm von Ina Knobloch: Marie Eleonore Pfungst (1862–1943), Unternehmerin, Stifterin und Frauenrechtlerin. Es geht um das einstige Familienunternehmen Naxos-Union, das heutige Pro­duk­tionshaus Naxos sowie die Dr. Arthur-Pfungst-Stiftung als Trägerin des Ma­rie Pfungst-Heimes. Seitenzweige führen ins Jüdische Mu­seum Frankfurt, auf die Insel Naxos und zum Ghetto Theresienstadt, wo Ma­rie Pfungst 1943 starb.

Es ist ein Film über eine außergewöhnlich kluge und engagierte Frau, die von den Nazis brutal enteignet und nach Theresienstadt in den Tod deportiert wurde. Ma­rie Pfungst war eine der bedeutendsten Unternehmerinnen und Stifterinnen des frü­hen 20. Jahrhunderts. Sie galt als „Engel“ ihrer Firma Naxos-Union, die sie vor 100 Jahren mit ihrer Mutter in eine Stiftung verwandelte und nach ih­rem ver­storbenen Bruder benannte.


Einführung

Angelika Rieber, Historikerin


Film „Maries Vermächtnis“


Im Gespräch:

Dr. Ina Knobloch, Filmemacherin

Maximilian Graeve, Dr. Arthur Pfungst-Stiftung

Moderation: Heike Zinke, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Hochtaunus


Stadtführung „Jüdisches Leben in Bad Homburg“

Ulrike Koberg


Die Veranstaltung endet gegen 20 Uhr an der Volkshochschule Bad Homburg, Platz der ehemaligen Synagoge (Elisabethenstraße 8)

Anmeldung: Maries Vermächtnis

Hiermit melde ich mich/melden wir uns zur Veranstaltung "Maries Vermächtnis" am 04.05.2026 an.


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+++ ausgebucht! +++

Krieg und Frieden

Exkursion nach Westfalen, 13. bis 16. Mai 2026

Zur Erkundung der historischen Landschaft „Westfalen“ bietet die Stadt Münster den geeigneten Ausgangspunkt für unsere nächste Exkursion.

 

Auf der Hinfahrt besuchen wir zunächst Arnsberg, das die Kurfürsten von Köln zur Hauptstadt des Herzogtums Westfalen gemacht hatten und das nach dem Übergang an Preußen in klassizistischem Stil grundlegend umgestaltet wurde. Besonders gründlich werden wir die Stadt Münster erkunden, in der wir auch unser Quartier nehmen: Neben einer Stadtführung steht auch eine Besichtigung des Friedenssaales im Rathaus als Verhandlungsort des Westfälischen Friedens sowie eine Besichtigung des Domes auf dem Programm. Ebenso werden wir die zweite Stadt des Friedens von 1648 besuchen – auch in Osnabrück machen wir einen Stadtrundgang, besuchen den Dom und den dortigen Friedenssaal.

 

Zwei Abstecher führen uns in die Literaturlandschaft der Region: Wir besuchen das Haus Rüschhaus vor den Toren Münsters, wo Annette von Droste-Hülshoff von 1838 bis 1846 lebte und unter anderem „Die Judenbuche“ schrieb, und unternehmen in Telgte einen Stadtrundgang zu den Schauplätzen der Erzählung „Das Treffen in Telgte“, die Günter Grass am Ende des Dreißigjährigen Krieges dort angesiedelt hat. Nicht fehlen darf auch ein Besuch im „westfälischen Versailles“, dem Schloss Nordkirchen, das zu Beginn des 18. Jahrhunderts als Residenz der Fürstbischöfe errichtet wurde. Es ist eines der Hauptwerke von Johann Conrad Schlaun, dem wichtigsten westfälischen Barockbaumeister, dessen repräsentative Bauten uns während der Exkursion immer wieder begegnen werden. Eine letzte Station auf der Heimfahrt ist schließlich die Hansestadt Soest mit ihrer bedeutenden Altstadt.

 

Wir fahren am Mittwoch, 13. Mai 2026 um 9 Uhr mit dem Reisebus am Bahnhof Bad Homburg ab und wer­den am Samstag, 16. Mai, voraussichtlich gegen 20 Uhr wieder dort ankommen. Unser Quartier in Münster ist das zentral gelegene Hotel Conti.

 

Der Unkostenbeitrag beträgt für Mitglieder der gastgebenden Vereine (Förderverein Kreisarchiv des Hoch­taunuskreises, Verein für Geschichte und Landeskunde Bad Homburg) 470 €  im Einzelzimmer beziehungsweise 390 €  im Doppelzimmer; Gäste zahlen 510 €  im Einzelzimmer und 430 €  im Doppelzim­mer.   Bei Reiserücktritt nach dem 5. April müssen wir ggf. einen Teil des Reisepreises als Storno­gebühren einbehalten (bis 29.04.: 50%, danach: 100%). Änderungen im Programm sind vorbehalten.

 

Die Exkursion ist ausgebucht - Sie können sich aber gerne hier auf die Nachrückerliste setzen lassen:

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Veranstaltungen des Stadtarchivs

Das Stadtarchiv Bad Homburg, mit dem wir eng zusammenarbeiten, bietet ein reichhaltiges Veranstaltungsprogramm, das spannende Einblicke in die Stadtgeschichte bietet. Aktuelle Einzelheiten finden Sie auf der Webseite sowie bei Facebook. Per E-Mail an stadtarchiv@bad-homburg.de können Sie den Newsletter abonnieren.

weitere Informationen:

Stadtarchiv in der Villa Wertheimber

Tannenwaldallee 50

61348 Bad Homburg v. d. Höhe

Öffnungszeiten: Di, 9-16 Uhr, Mi, 14-19 Uhr, Fr. 9-12 Uhr

Telefon: 06172/100-4140

E-Mail: stadtarchiv@bad-homburg.de

www.bad-homburg.de/de/leben/kultur-und-bildung/stadtarchiv


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