Herzlich Willkommen beim Verein für Geschichte und Landeskunde Bad Homburg v.d.Höhe!

Antlitz barocker Herrschaft. Landgraf Friedrich II. von Hessen-Homburg und Landgraf Karl von Hessen-Kassel

Vortrag von Barbara Dölemeyer am 13. Januar 2022, 19:45 Uhr, Kurhaus Bad Homburg v. d. Höhe

(Fotos: Schloss Bad Homburg/Hessische Hausstiftung, Städtisches historisches Museum Bad Homburg)

Landgraf Friedrich II. ist wohl die bekannteste und prägendste Persönlichkeit des Hauses Hessen-Homburg, dessen Begründung vor 400 Jahren 1622 wir in diesem Jahr gedenken. Er war verschwägert mit Landgraf Karl von Hessen-Kassel, und beide waren eingebunden in ein weitgespanntes dynastisches Netz (Brandenburg, Kurland, Dänemark). In seinen Zielen – Wirtschaftsförderung, Hugenottenaufnahme, Ausbau der Residenz u. a. – traf Friedrich von Hessen-Homburg sich durchaus mit seinem Schwager Karl, wenngleich er all diese Projekte nur in wesentlich kleinerem Rahmen realisieren konnte. Der Vortrag will die (Selbst-)Darstellung der beiden Fürsten im Bild vergleichen und dabei auch auf die politischen, militärischen und ökonomischen Aktivitäten der verschwägerten Herrscher­persönlichkeiten aus dem Hause Hessen eingehen.

 

Eintritt frei, Gäste herzlich willkommen!

 

Corona-Regeln: bedingt durch die aktuelle Corona-Lage gelten seit dem 11.01.2021 im Hochtaunuskreis 2G+ Regeln. Beim Einlass ist ein Negativnachweis zu führen. Folgende Nachweise sind zulässig: 

1. Nachweis der Booster-Impfung (3. Impfung).

2. Falls keine 3. Impfung vorliegt: Impfnachweis plus aktueller Schnelltest.

3. Genesenen-Nachweis plus Schnelltest.

 

Am Platz herrscht Maskenpflicht.

Fried Lübbecke zur Bad Homburger Kurhaus-Debatte

Foto: Die Ruine des Kurhauses 1945 (aus: Historische Bilddokumente, https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/bd/id/61-004)

Im November 2021 wurden die Ergebnisse eines Architektenwettbewerbs für ein neues Kurhaus der Öffentlichkeit präsentiert und stehen unter www.kurhaus-bad-homburg.de zur Verfügung.

Unser Vorsitzender Gregor Maier hat sich daraufhin in seiner Kolumne "Tief im Taunus" gegen die Rekonstruktion einer historischen Fassade ausgesprochen - nachzulesen hier auf der Seite der Taunus-Zeitung. In den daran anknüpfenden Leserbriefen wurde immer wieder auf den von Maier zitierten Ausspruch des Kunsthistorikers Fried Lübbecke Bezug genommen, das alte Kurhaus sei "zur rechten Zeit seinen historisch würdigen Tod gestorben".

Als Beitrag zur Debatte veröffentlichen wir hier das vollständige Manuskript der Rede, mit der Fried Lübbecke am 31. Oktober 1949 eine Diskussionsveranstaltung zu den damaligen Kurhausplänen in Bad Homburg einleitete, um das Zitat in seinen inhaltlichen Kontext zu stellen.

Fried Lübbecke, Über das Neue Kurhaus, 1949
Lübbecke Kurhaus.pdf
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„Je trouve partout un Hombourg“ – Hessen-Homburg und Napoleon

Vor 200 Jahren, am 5. Mai 2021, starb Napoleon im Exil auf St. Helena. In dem Beitrag von Frau Prof. Dr. Barbara Dölemeyer, den Sie nachfolgend zum Download finden, geht sie auf Hessen-Homburg und die Geschehnisse während der Napoleonischen Kriege ein. 

Hessen-Homburg gehörte von 1806 an zum Großherzogtum Hessen (frühere Landgrafschaft Hessen-Darmstadt), das mit Frankreich verbündet war. Infolgedessen mussten viele Untertanen aus dem Amt Homburg an den Kriegszügen Napoleons teilnehmen. Im Gegensatz dazu kämpften die sechs Söhne von Landgraf Friedrich V. Ludwig als Offiziere bei den Armeen, die sich gegen Napoleon stellten. Nach den Befreiungskriegen wurde besonders dem Prinzen Leopold, der 1813 bei Groß-Görschen fiel, auf vielfältige Weise gedacht, aber auch die anderen Prinzen erfuhren Ehrungen.

Barbara Dölemeyer, „Je trouve partout un Hombourg“ – Hessen-Homburg und Napoleon
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Zwei Friedrichsdorfer Jubiläen: 250 Jahre Stadtrechte, 200 Jahre Stadtwappen 

Zwei aktuelle Jubiläen erinnern an die frühe Geschichte Friedrichsdorf innerhalb der Landgrafschaft Hessen-Homburg. Vor 250 Jahren, 1771, erhielt die 1687 gegründete Gemeinde unter Langraf Friedrich (V.) Ludwig die Stadtrechte. Warum es zu dieser späten Stadtrechtsverleihung fast 90 Jahre nach der Gründung Friedrichsdorfs kam, und was das Friedrichsdorfer Stadtwappen mit der russischen Zarin Alexandra verbindet, das beschreibt Prof. Dr. Barbara Dölemeyer im nachfolgend zum Download bereit stehenden Beitrag zu diesen beiden Jubiläen. 

Barbara Dölemeyer, Friedrichsdorf 250 Jahre Stadtrecht – 200 Jahre Stadtwappen: zwei Privilegien zum Feiern
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Vor 500 Jahren: Bad Homburg wird hessisch

 

Mit dieser, heute im Staatsarchiv Marburg befindlichen Urkunde war es besiegelt: Kaiser Karl V. sprach das Amt Homburg 1521 den Landgrafen von Hessen zu.

Ein weitgehend vergessenes, doch für die Geschichte der Stadt sehr bedeutsames Rechtsgeschäft - es legte die Grundlage dafür, dass sich 101 Jahre später die kleine Landgrafschaft Hessen-Homburg ausbildete.

Barbara Dölemeyer, 1521 – vor 500 Jahren kam Homburg rechtsgültig an die Landgrafschaft Hessen
Homburg und Hessen 1521.pdf
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