Herzlich Willkommen beim Verein für Geschichte und Landeskunde Bad Homburg v. d. Höhe!

"Neues Licht. Frühe Fotografie rund um den Taunus" - Vereinsausflug in das Freilichtmuseum Hessenpark

Samstag, 18. Juni 2022, 10:30-ca. 16 Uhr, Freilichtmuseum Hessenpark

R. Werner, Das Homburger Schloss, Daguerrotypie, wohl 1840 (Foto: Städt. histor. Museum Bad Homburg/H. Ziegenfusz)

Im Freilichtmuseum Hessenpark ist eine sehenswerte Sonderausstellung zur Frühzeit der Fotografie zu sehen. Dabei geht es wird zum einen um die technik­geschicht­liche Ent­wick­lung des 19. Jahrhunderts, zum anderen um die Arbeit früher Foto­grafen aus der Region. Zu sehen sind historische Kameras und zahlreiche seltene foto­grafische An­sichten – unter anderem auch die äl-teste erhaltene Daguerrotypie aus Bad Homburg.

Die Kuratoren Dr. Eberhard Mayer-Wegelin und Wolfgang Sauer führen uns durch die Ausstellung. Anschließend besteht die Möglichkeit, im Museums-gasthaus „Zum Adler“ zu Mittag zu essen (Selbstzahler). Am Nachmittag wird der Museumsleiter Jens Scheller mit uns einen Rundgang über das Gelände unternehmen und uns aktuelle Projekte und Entwicklungen des Freilicht-museums Hessenpark erläutern.

Teilnehmergebühr: 8,50 € (Vereinsmitglieder)/13,50 € (Gäste).

Anmeldung mit anhängendem Formular.

Anmeldeformular "Neues Licht" im Hessenpark
2022-06-18 Anmeldeformular Hessenpark.pd[...]
PDF-Dokument [164.8 KB]

Rettung des Waldenserhauses in Dornholzhausen

Brief an die Mitglieder des Magistrats und der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Bad Homburg v. d. Höhe

Bedrohtes Kulturdenkmal: Das Waldenserhaus in der Dornholzhäuser Straße 39.

Vor kurzem hatten die Gremien der Stadt Bad Homburg v. d. Höhe den Ankauf des Waldenserhauses in der Dornholzhäuser Straße 39 beschlossen, um darin mit dem Geschichtskreis Dornholzhausen ein Museum zur Ortsgeschichte einzurichten. Nunmehr gibt es Bestrebungen, wegen aufgetretener Sparzwänge diesen Beschluss nicht in die Tat umzusetzen. Gerne stellen wir uns an die Seite des Geschichtskreises Dornholzhausen in dessen Bemühen, dieses einzigartige Kulturdenkmal zu retten. Hier unser Brief an die Entscheidungsträger der städtischen Gremien vom 12. Mai 2022:

Rettung des Waldenserhauses in Dornholzhausen
Brief an die Mitglieder des Magistrats und der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Bad Homburg v. d. Höhe
2022-05-12 Waldenserhaus Dornholzhausen.[...]
PDF-Dokument [183.8 KB]

400 Jahre Gründung der Landgrafschaft Hessen-Homburg: Das Jubiläumsprogramm im Überblick

Präsentation des Jubiläumsprogramms "1622 - Gründung von Hessen-Homburg" (v. l. n. r.: Dr. Astrid Krüger, Stadtarchiv; Oberbürgermeister Alexander Hetjes; Gregor Maier, Verein für Geschichte und Landeskunde; Dr. Bettina Gentzcke, Stadtverwaltung/Fachbereich Kultur und Bildung) (Foto: Stadt Bad Homburg v. d. Höhe)

Die Stadt Bad Homburg v. d. Höhe begeht in diesem Jahr ein besonderes Jubiläum. Unter dem Titel „Vor 400 Jahren – Gründung der Landgrafschaft Hessen-Homburg. Unsere Geschichte!“ stellt die Kurstadt ihre landgräfliche Geschichte mit einem bunten Strauß an Veranstaltungen und Publikationen der breiten Öffentlichkeit vor. Veranstalter sind der Fachbereich Kultur und Bildung der Stadt Bad Homburg mit dem Stadtarchiv und dem Städtischen historischen Museum, die Staatlichen Schlösser und Gärten Hessen sowie der Verein für Geschichte und Landeskunde Bad Homburg.

 

Publikation des Geschichtsvereins

Der Verein für Geschichte und Landeskunde Bad Homburg widmet den aktuellen, 70. Band seiner „Mitteilungen“ dem 400-jährigen Jubiläum Hessen-Homburgs. Insgesamt sieben Aufsätze nehmen die Familie der Landgrafen und ihre Herrschaft in den Blick. Die Redaktion des 168 Seiten starken Bandes lag bei Barbara Dölemeyer und Gregor Maier, der bisherigen und dem neuen Vorsitzenden des Vereins. Der Band ist unter dem Titel „Mitteilungen des Vereins für Geschichte und Landeskunde Bad Homburg vor der Höhe 70 (2021): Die Landgrafschaft Hessen-Homburg 1622–1866“, ISBN 978-3-948441-02-9, erhältlich für zwölf Euro (zzgl. Versandkosten) direkt hier oder im Buchhandel. Vereinsmitglieder erhalten die Zeitschrift kostenlos.

 

Veranstaltungen der Stadt Bad Homburg v. d. Höhe

  • Ausstellung „Zur Erweisung unserer brüderlichen Liebe und Affection. Die Gründung der Landgrafschaft Hessen-Homburg im Jahr 1622“ des Stadtarchivs in der Villa Wertheimber. Zu sehen sind unter anderem die drei Urkunden, in denen die Übergabe des Amtes Homburg vor der Höhe dokumentiert ist. Die Ausstellung wird zunächst bis Samstag, 26. März, gezeigt und im Juli/August wiederholt.
  • Ausstellung „Aus unserer Handschriftensammlung: ,Patmos. Dem Landgrafen von Homburg‘“. Gezeigt wird die erste Seite von Friedrich Hölderlins Gedicht „Patmos“ aus den eigenen Hölderlin-Handschriften-Beständen der Stadt Bad Homburg. Das Gedicht, das die berühmten Eingangszeilen „Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch“ enthält, widmete Hölderlin Landgraf Friedrich V. Ludwig von Hessen-Homburg 1803 zu dessen 55. Geburtstag. Das Original des Gedichtmanuskripts wird vom 10. bis 19. Juni im Hölderlin-Kabinett der Villa Wertheimber zu sehen sein. Ansonsten ist in der Ausstellung vom 6. März bis zum 31. Oktober ein Faksimile zu sehen. Einführung in die Ausstellungen geben Dr. Bettina Gentzcke, Leiterin des Fachbereichs Kultur der Stadt Bad Homburg, zu „Patmos“, und Dr. Astrid Krüger, Leiterin des Stadtarchivs Bad Homburg, zur Ausstellung zur Gründung der Landgrafschaft.
  • Im ersten Obergeschoss der Villa Wertheimber präsentiert das Stadtarchiv außerdem durchgehend Portraits der regierenden Mitglieder der Landgrafenfamilie von Hessen-Homburg aus seinen Beständen.
  • Mittwoch, 9. März 2022: Vortrag von Prof. Dr. Barbara Dölemeyer „Erben, Zahlen, Teilen – die ,Geburtsurkunden‘ für Hessen-Homburg“ in der Villa Wertheimber.
  • 6. April bis 5. Mai 2022: Kabinett-Ausstellung „Der letzte Prinz. Erinnerung an Friedrich von Hessen-Homburg (1830-1848)“ im Schaudepot im Horex Museum. Gezeigt werden Bilder des Prinzen und einige Objekte aus seinem Besitz; er galt als „Hoffnung Homburgs“, starb aber 1848 im Alter von 17 Jahren infolge einer Lungenentzündung.
  • Mittwoch, 20. April 2022: Vortrag von Dr. Jürgen Rainer Wolf (ehem. Hess. Staatsarchiv Darmstadt) „Vom dynastischen Witwensitz zum annektierten Staat – 400 Jahre Hessen-Homburg 1622 - 1866" in der Villa Wertheimber.
  • 8. Oktober bis 6. November 2022: Ausstellung „Freiheit – Lohn der Arbeit?“ der Freimaurerloge „Zur Freiheit“ Bad Homburg im Kulturzentrum Englische Kirche. Die Loge begeht ihr 50-jähriges Bestehen, die ursprüngliche Gründung aber wurde von Landgraf Friedrich V. Ludwig von Hessen-Homburg gefördert.
  • Samstag, 22. Oktober 2022: Kulturnacht. Neben zahleichen Veranstaltungen in den bekannten Kultureinrichtungen wird in diesem Jahr auch der Gustavsgarten beteiligt sein, dessen 200-jähriger Geburtstag ansteht. Die der landgräflichen Gartenlandschaft angehörige Parkanlage – einst „Accatium“ genannt – wurde von Landgraf Friedrich VI. Joseph vor 200 Jahren seinem Sohn, dem späteren Landgraf Gustav, übertragen. Das Stadtarchiv wird zur Kulturnacht anlässlich seines 150. Todestages an Johann Georg Hamel, den ersten Stadtbibliothekar und Stadtarchivar erinnern, der von Hölderlins Neffen eine große Anzahl von originalen Handschriften erwerben und damit den Bad Homburger Hölderlin-Handschriftenbestand aufbauen konnte. Darüber ist auch das berühmte Homburger Folioheft in das Eigentum der Stadt Bad Homburg gelangt.

 

Ausstellung der Staatlichen Schlösser und Gärten Hessen

Die Staatlichen Schlösser und Gärten Hessen nehmen das 400. Jubiläum der Landgrafschaft Hessen-Homburg zum Anlass, die lange vernachlässigten Räume des Bildersaals und der Bibliothek für die Besuchenden des Homburger Schlosses neu zu gestalten. In den 1830er-Jahren wurde der Bildersaal eingerichtet, um mit zahlreichen Portraits die Familiengeschichte der Hessen-Homburger zu verdeutlichen. Diese Idee wird aufgenommen und um moderne Medien ergänzt.

Die Bibliothek nebenan ist der Wissensspeicher des Hauses: Neben den unzähligen spannenden, raren und auch merkwürdigen Bänden werden Schlaglichter geworfen auf spannende biographische Details des hessen-homburger Herrscherhauses. Dabei darf das berühmte „silberne Bein“, die Prothese des Landgrafen Friedrich II. (1633-1708), natürlich nicht fehlen. So werden auch Schulklassen einen Ort finden, an dem jenseits einer Führung eine Auseinandersetzung mit der eigenen Landesgeschichte ermöglicht wird. Die Ausstellung kann erst nach einer Instandsetzung der Räume voraussichtlich im Oktober 2022 eröffnen. Sie wird von der Restaurierungsabteilung der Schlösserverwaltung, insbesondere von Yannick Philipp Schwarz, kuratiert.

Zum Tod von Gerta Walsh (1924-2022)

Gerta Walsh 1999 im Lesesaal des Stadtarchivs Bad Homburg v. d. Höhe. Foto: Hoyer/Kreisarchiv Hochtaunuskreis.

Die Stadt Bad Homburg v. d. Höhe trauert um ihre Ehrenbürgerin Gerta Walsh, die am 18. Januar 2022 im Alter von 97 Jahren verstorben ist. Der Verein für Geschichte und Landeskunde teilt diese Trauer, unser Mitgefühl gilt ihrer Familie. Über Jahrzehnte hinweg beschäftigte sich Gerta Walsh intensiv mit der Geschichte der Stadt Bad Homburg und des Landgrafenhauses Hessen-Homburg. Sie hat es meisterhaft verstanden, in unzähligen Vorträgen, Führungen, Volkshochschulkursen, Zeitungsartikeln und Publikationen einem breiten Publikum die Bad Homburger Geschichte anschaulich und lebendig zu vermitteln. Auch in unserem Verein war Gerta Walsh eine gefragte Referentin und Autorin. Für ihr Engagement wurden ihr der Saalburgpreis des Hochtaunuskreises, die Ehrenplakette der Stadt Bad Homburg vor der Höhe und das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Was bleibt, sind ihre zahlreichen Publikationen. Wir haben hier eine Auswahl ihrer wichtigsten Veröffentlichungen zusammengestellt, um ihr Lebenswerk zu würdigen.

Veröffentlichungen von Gerta Walsh
Veröffentlichungen Gerta Walsh.pdf
PDF-Dokument [222.7 KB]

Fried Lübbecke zur Bad Homburger Kurhaus-Debatte

Foto: Die Ruine des Kurhauses 1945 (aus: Historische Bilddokumente, https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/bd/id/61-004)

Im November 2021 wurden die Ergebnisse eines Architektenwettbewerbs für ein neues Kurhaus der Öffentlichkeit präsentiert und stehen unter www.kurhaus-bad-homburg.de zur Verfügung.

Unser Vorsitzender Gregor Maier hat sich daraufhin in seiner Kolumne "Tief im Taunus" gegen die Rekonstruktion einer historischen Fassade ausgesprochen - nachzulesen hier auf der Seite der Taunus-Zeitung. In den daran anknüpfenden Leserbriefen wurde immer wieder auf den von Maier zitierten Ausspruch des Kunsthistorikers Fried Lübbecke Bezug genommen, das alte Kurhaus sei "zur rechten Zeit seinen historisch würdigen Tod gestorben".

Als Beitrag zur Debatte veröffentlichen wir hier das vollständige Manuskript der Rede, mit der Fried Lübbecke am 31. Oktober 1949 eine Diskussionsveranstaltung zu den damaligen Kurhausplänen in Bad Homburg einleitete, um das Zitat in seinen inhaltlichen Kontext zu stellen.

Fried Lübbecke, Über das Neue Kurhaus, 1949
Lübbecke Kurhaus.pdf
PDF-Dokument [259.8 KB]

„Je trouve partout un Hombourg“ – Hessen-Homburg und Napoleon

Vor 200 Jahren, am 5. Mai 2021, starb Napoleon im Exil auf St. Helena. In dem Beitrag von Frau Prof. Dr. Barbara Dölemeyer, den Sie nachfolgend zum Download finden, geht sie auf Hessen-Homburg und die Geschehnisse während der Napoleonischen Kriege ein. 

Hessen-Homburg gehörte von 1806 an zum Großherzogtum Hessen (frühere Landgrafschaft Hessen-Darmstadt), das mit Frankreich verbündet war. Infolgedessen mussten viele Untertanen aus dem Amt Homburg an den Kriegszügen Napoleons teilnehmen. Im Gegensatz dazu kämpften die sechs Söhne von Landgraf Friedrich V. Ludwig als Offiziere bei den Armeen, die sich gegen Napoleon stellten. Nach den Befreiungskriegen wurde besonders dem Prinzen Leopold, der 1813 bei Groß-Görschen fiel, auf vielfältige Weise gedacht, aber auch die anderen Prinzen erfuhren Ehrungen.

Barbara Dölemeyer, „Je trouve partout un Hombourg“ – Hessen-Homburg und Napoleon
Freiheitskriege.kl.beitrag.pdf
PDF-Dokument [2.3 MB]