Herzlich Willkommen beim Verein für Geschichte und Landeskunde Bad Homburg v.d.Höhe!

„Princess Eliza – englische Impulse für Hessen-Homburg“: Ideen, Hintergründe und Neuentdeckungen der Ausstellung im Schloss Bad Homburg 2020/21

Vortrag von Katharina Bechler am 10. Februar 2022, 19:45 Uhr, Kurhaus Bad Homburg v. d. Höhe

Der Vortrag gibt Einblicke, welche Fragestellungen beim Ausstellungs­projekt über die wohl wichtigste Landgräfin von Hessen-Homburg im Mittelpunkt standen und welche neuen Forschungsergebnisse gewonnen wurden: Erkenntnisse über ihr Leben in London, zu ihrer Bibliothek mit internationaler Literatur in Schloss Homburg oder zu ihrer Tätigkeit als Künstlerin und Kunstsammlerin. Eliza, Expertin für Garten­kunst, ließ Tausende Pflanzen aus der ganzen Welt von den königlichen Gärten Kew (heute in London) nach Homburg importieren und dort anpflanzen. Zeit ihres Lebens pflegte sie intensive Verbindungen zu ihren Geschwistern. Das Schicksal der kostbaren Sammlungen der gebürtigen Prinzessin von Großbritannien nach ihrem Tod bildete einen Schwerpunkt. Neue Funde von Objekten im Rahmen der Ausstellungsvorbereitungen bilden den Abschluss des Vortrags.

 

Die Referentin Dr. Katharina Bechler leitet das Fachgebiet Museen bei den Staatlichen Schlössern und Gärten Hessen.

 

Eintritt frei, Gäste herzlich willkommen!

 

Corona-Regeln: Einlass nach "2G plus"-Regel (geimpft/genesen mit Schnelltest oder Booster-Impfung, Maskenpflicht am Platz.

Zum Tod von Gerta Walsh (1924-2022)

Gerta Walsh 1999 im Lesesaal des Stadtarchivs Bad Homburg v. d. Höhe. Foto: Hoyer/Kreisarchiv Hochtaunuskreis.

Die Stadt Bad Homburg v. d. Höhe trauert um ihre Ehrenbürgerin Gerta Walsh, die am 18. Januar 2022 im Alter von 97 Jahren verstorben ist. Der Verein für Geschichte und Landeskunde teilt diese Trauer, unser Mitgefühl gilt ihrer Familie. Über Jahrzehnte hinweg beschäftigte sich Gerta Walsh intensiv mit der Geschichte der Stadt Bad Homburg und des Landgrafenhauses Hessen-Homburg. Sie hat es meisterhaft verstanden, in unzähligen Vorträgen, Führungen, Volkshochschulkursen, Zeitungsartikeln und Publikationen einem breiten Publikum die Bad Homburger Geschichte anschaulich und lebendig zu vermitteln. Auch in unserem Verein war Gerta Walsh eine gefragte Referentin und Autorin. Für ihr Engagement wurden ihr der Saalburgpreis des Hochtaunuskreises, die Ehrenplakette der Stadt Bad Homburg vor der Höhe und das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Was bleibt, sind ihre zahlreichen Publikationen. Wir haben hier eine Auswahl ihrer wichtigsten Veröffentlichungen zusammengestellt, um ihr Lebenswerk zu würdigen.

Veröffentlichungen von Gerta Walsh
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Fried Lübbecke zur Bad Homburger Kurhaus-Debatte

Foto: Die Ruine des Kurhauses 1945 (aus: Historische Bilddokumente, https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/bd/id/61-004)

Im November 2021 wurden die Ergebnisse eines Architektenwettbewerbs für ein neues Kurhaus der Öffentlichkeit präsentiert und stehen unter www.kurhaus-bad-homburg.de zur Verfügung.

Unser Vorsitzender Gregor Maier hat sich daraufhin in seiner Kolumne "Tief im Taunus" gegen die Rekonstruktion einer historischen Fassade ausgesprochen - nachzulesen hier auf der Seite der Taunus-Zeitung. In den daran anknüpfenden Leserbriefen wurde immer wieder auf den von Maier zitierten Ausspruch des Kunsthistorikers Fried Lübbecke Bezug genommen, das alte Kurhaus sei "zur rechten Zeit seinen historisch würdigen Tod gestorben".

Als Beitrag zur Debatte veröffentlichen wir hier das vollständige Manuskript der Rede, mit der Fried Lübbecke am 31. Oktober 1949 eine Diskussionsveranstaltung zu den damaligen Kurhausplänen in Bad Homburg einleitete, um das Zitat in seinen inhaltlichen Kontext zu stellen.

Fried Lübbecke, Über das Neue Kurhaus, 1949
Lübbecke Kurhaus.pdf
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„Je trouve partout un Hombourg“ – Hessen-Homburg und Napoleon

Vor 200 Jahren, am 5. Mai 2021, starb Napoleon im Exil auf St. Helena. In dem Beitrag von Frau Prof. Dr. Barbara Dölemeyer, den Sie nachfolgend zum Download finden, geht sie auf Hessen-Homburg und die Geschehnisse während der Napoleonischen Kriege ein. 

Hessen-Homburg gehörte von 1806 an zum Großherzogtum Hessen (frühere Landgrafschaft Hessen-Darmstadt), das mit Frankreich verbündet war. Infolgedessen mussten viele Untertanen aus dem Amt Homburg an den Kriegszügen Napoleons teilnehmen. Im Gegensatz dazu kämpften die sechs Söhne von Landgraf Friedrich V. Ludwig als Offiziere bei den Armeen, die sich gegen Napoleon stellten. Nach den Befreiungskriegen wurde besonders dem Prinzen Leopold, der 1813 bei Groß-Görschen fiel, auf vielfältige Weise gedacht, aber auch die anderen Prinzen erfuhren Ehrungen.

Barbara Dölemeyer, „Je trouve partout un Hombourg“ – Hessen-Homburg und Napoleon
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Zwei Friedrichsdorfer Jubiläen: 250 Jahre Stadtrechte, 200 Jahre Stadtwappen 

Zwei aktuelle Jubiläen erinnern an die frühe Geschichte Friedrichsdorf innerhalb der Landgrafschaft Hessen-Homburg. Vor 250 Jahren, 1771, erhielt die 1687 gegründete Gemeinde unter Langraf Friedrich (V.) Ludwig die Stadtrechte. Warum es zu dieser späten Stadtrechtsverleihung fast 90 Jahre nach der Gründung Friedrichsdorfs kam, und was das Friedrichsdorfer Stadtwappen mit der russischen Zarin Alexandra verbindet, das beschreibt Prof. Dr. Barbara Dölemeyer im nachfolgend zum Download bereit stehenden Beitrag zu diesen beiden Jubiläen. 

Barbara Dölemeyer, Friedrichsdorf 250 Jahre Stadtrecht – 200 Jahre Stadtwappen: zwei Privilegien zum Feiern
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Vor 500 Jahren: Bad Homburg wird hessisch

 

Mit dieser, heute im Staatsarchiv Marburg befindlichen Urkunde war es besiegelt: Kaiser Karl V. sprach das Amt Homburg 1521 den Landgrafen von Hessen zu.

Ein weitgehend vergessenes, doch für die Geschichte der Stadt sehr bedeutsames Rechtsgeschäft - es legte die Grundlage dafür, dass sich 101 Jahre später die kleine Landgrafschaft Hessen-Homburg ausbildete.

Barbara Dölemeyer, 1521 – vor 500 Jahren kam Homburg rechtsgültig an die Landgrafschaft Hessen
Homburg und Hessen 1521.pdf
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