Hölderlinorte außerhalb der Innenstadt von Bad Homburg

Das Hölderlin-Denkmal im Kurpark, 1883 vom Bad Homburger Geschichtsverein gestiftet, ist das dritte in der Chronologie, nach Lauffen 1873 und Tübingen 1881. Entwurf Louis Jacobi (1870), das Marmorrelief fertigte Jacob May (1872) nach dem Portrait von F. K. Hiemer v. 1792, das Louis Jacobi 1870 in Homburg kopiert hatte. Auf der Freiheitsscheibe von 1870 ist der ursprünglich beabsichtigte Platz zu sehen.

Eine ausführliche Geschichte dieses Denkmals im aktuellen Mitteilungsheft des Geschichtsvereins.

 

 

Im Park der Werner Reimers Stiftung wurde 1985 ein Pavillon mit einer Hölderlin-Gedenktafel errichtet. Der Weg durch die Audenwiesen, durch die seine Spaziergänge oft führten, ist auf der Lithographie von Reinermann gut zu erahnen. Von hier aus hatte Hölderlin den freien Blick auf Frankfurt, Heimat seiner Susette. Die Tafel zitiert aus einem Brief an seine Schwester:

„Da geh ich dann hinaus, wenn ich von

meiner Arbeit müde bin, steige auf den Hügel

und setze mich in die Sonne, und sehe über

Frankfurt in die weiten Fernen hinaus, und

diese unschuldigen Augenblicke geben mir dann

wieder Mut und Kraft zu leben und zu schaffen.“

Hölderlin an die Schwester, Frühsommer 1799

Zu den Orten der Erinnerung an Hölderlin gehören auch die Villa Wertheimber (hier im Stadtarchiv: Hölderlin-Kabinett, Hölderlin-Wohnung, Geschichtsverein) und das Gotische Haus (Städtisches historisches Museum: Hölderlin-Objekte, Sammlung Hölderlin-Medaillen) – jedenfalls bis zum Umbau.

 

 

Das Städtische historische Museum bewahrt nicht nur das einzige Porträt Isaac von Sinclairs, sondern auch die einzige Sammlung von Porträtmedaillen Hölderlins, die einen speziellen Beitrag zur künstlerischen Hölderlin-Rezeption bietet. Soeben ist ein Katalog „Hölderlin im Medaillenbild“ erschienen. Die Ausstellung wird diese Sammlung zeigen, dazu Objekte des Hölderlin-Gedenkens in Homburg, außerdem die Rezeption Hölderlin in der modernen  Kunst (über den Zyklus Hölderlin von Alfred Hrdlicka hat Ursula Grzechca-Mohr im Mitteilungsheft des Geschichtsvereins publiziert).

 

Weiterlesen: Der lokale Personenkreis um Hölderlin und die in Homburg geschaffenen Werke