Der lokale Personenkreis um Hölderlin und seine in Homburg geschaffenen Werke

Hier möchte ich Ihnen abschließend noch eine Übersicht der Personen, die ich erwähnt habe, in einer Gruppierung zeigen, die wir quasi als Folie, auf der sich Leben und Schaffen Hölderlins in den Homburger Jahren abspielte, betrachten können.

Und ganz zum Schluss eine Auswahl der Werke, an denen Hölderlin in Homburg arbeitete, soweit genaue Datierungen überhaupt möglich sind. Nur eine Bemerkung zum Homburger Folioheft: Über Datierung, Anordnung und Entstehung dieser Sammelhandschrift, die nach dem Eigentümer, der Stadt Homburg benannt ist, haben sich Generationen von Hölderlinforschern den Kopf zerbrochen und verschiedene Theorien entwickelt. Man kann sicher von einer „Dichter-Werkstatt“ sprechen. Hölderlin hat seine Schriften immer wieder neu geordnet, für Publikationen vorbereitet, immer wieder überarbeitet und verändert, auch wenn Werke schon in Reinschrift oder im Druck vorlagen. Nur wenige Beschriftungen des Foliohefts können nach ihrer Entstehung sicher Homburg zugeordnet werden.

 

Einige Werke Hölderlins kann man aber auf die Homburger Schaffensperiode, die eine sehr wichtige war, eingrenzen: Hier vollendete der Dichter den 2. Teil des Briefromans Hyperion (erschienen 1799), er arbeitete am Drama „Tod des Empedokles“, an den Sophokles-Übersetzungen (Antigonae, Ödipus der Tyrann). Neben wesentlichen Werken seiner Lyrik verfasste er auch theoretische Schriften.

Das aber wäre Gegenstand eines anderen Vortrags.