Engel-Apotheke

Hier begegnen wir einer Person, die durch ihre amtliche Tätigkeit mit Hölderlins Schicksal mehrfach verbunden war: dem Kammerrat Friedrich Ernst Franz Bausch, 1771-1825. Er hatte 1804 durch Heirat mit der Witwe des Engelapothekers Schwerter die älteste Apotheke Homburgs erworben. Wie erwähnt, war er dadurch auch Schwager von Assessor Christian Tobias Horst. 1804-1810 war er Eigentümer der Engel-Apotheke (die allerdings durch einen Provisor geführt wurde). Als Kammerrat, ab 1816 Kammerdirektor in Homburg hatte er wichtige Positionen inne, so verhandelte er den hessen- homburgischen Hausvertrag 1816; 1820 wurde er Geheimer Rat; er war auch Administrator der Rind‘schen Stiftung. In unserem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass er Hölderlins Bibliothekars-Bezüge ab 1.1.1805 verwaltete und für die Bestreitung seiner Ausgaben sorgte; er war also sozusagen sein Betreuer. Hier sehen Sie eine Quittung darüber, die im HHStAWiesbaden aufbewahrt wird. Nach Sinclairs Tod in Wien 1815 nahm er dessen Papiere in Verwahrung (wie erwähnt erbte Witwe Pache).

 

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