Max Beckmann kommt nach Frankfurt

Am 14. September 2015, 18 Uhr, eröffnet das Institut für Stadtgeschichte unter dem Titel Beckmann kommt nach Frankfurt. Druckgraphik 1915-1925 eine opulente Ausstellung im Refektorium.

 

Im Oktober 1915 kam der vom Kriegsdienst beurlaubte Max Beckmann nach Frankfurt. Was zunächst nur als kurzer Besuch gedacht war, erwies sich als dauerhaft: Aus dem Frankfurter Provisorium

wurden 17 Jahre, hier lebte und arbeitete Beckmann länger als an jedem anderen Ort.

 

In Frankfurt begann der als Künstler bereits etablierte Beckmann radikal neu. Kriegserlebnisse, die Nachkriegszeit und ihre Menschen gaben die Themen seiner Graphik vor, diese wurde ihm über zehn Jahre

zum bevorzugten Ausdrucksträger. Über sie fand Beckmann wieder zur Malerei. Dabei lieferte ihm die Stadt am Main mit ihren Straßen, Gesichtern und Lokalitäten reiches Bildmaterial.

 

Mit der Ausstellung gedenkt das Institut für Stadtgeschichte Beckmanns Ankunft in Frankfurt vor 100 Jahren. 75 Originalgraphiken, die zum großen Teil aus der Sammlung Jürgen und Antje Conzelmann

stammen, ergänzt um Leihgaben des Städel Museums, dokumentieren die prägende Zeit in Frankfurt.

 

Ein umfangreiches Begleitprogramm mit Vorträgen, Führungen, Stadtgängen und Veranstaltungen für Kinder vertieft Einzelaspekte der Ausstellung.

 

Bei Henrich Editionen ist eine illustrierte Begleitpublikation erschienen, die im Institut für Stadtgeschichte erhältlich ist. Neben Aufsätzen zum graphischen Werk Beckmanns und dem Katalog der Ausstellung mit Abbildungen aller Exponate enthält die Beckmann-Box auch 30 Bildkarten der eindrucksvollsten ausgestellten Werke.

Mit Dampf in die Zukunft! Frankfurts Weg in die Industrialisierung

Vom 26. Februar 2015 bis zum 28.Februar 2016 ist im Foyer des Karmeliterklosters in Frankfurt am Main die Ausstellung

 

Die Frankfurter Großmarkthalle - Ort der Abwesenheit

 

zu sehen.

 

Parallel dazu erscheint das gleichnamige Buch des Fotografen Walter Vorjohann (Texte: Eva Schestag), erhältlich im Institut für Stadtgeschichte für 45 €.

 

Anlass der Ausstellung ist die Integration der Großmarkthalle in den Neubau der Europäischen Zentralbank. Zuvor stand die Halle jahrelang leer. Die hier gezeigten, während des Leerstands gemachten Fotografien dokumentieren die Architektur dieses bedeutenden Nachkriegsbaus.

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