Seit Jahren veranstaltet die Gesellschaft für Frankfurter Geschichte e. V. in Zusammenarbeit mit dem Institut für Stadtgeschichte zwischen Frühjahr und Herbst so genannte "Stadtspaziergänge", die sich großer Beliebtheit erfreuen.
Unter sachkundiger Führung werden interessante lokale Orte nicht nur in Frankfurt, sondern auch in den umliegenden Städten besucht und ihre Historie erläutert.
Auf dieser Seite finden Sie zukünftig in loser Folge Hinweise zu bevorstehenden Spaziergängen.
Da eine Anmeldung nicht erforderlich ist, können sich Interessenten einfach an dem jeweiligen Treffpunkt einfinden.
Geführte Stadtspaziergänge in Frankfurt am Main von Mai - Dezember 2012
Samstag, 2. Juni 2012 mit Björn Wissenbach
Der Peterskirchhof
Der heute als kleiner Stadtpark dienende Peterskirchhof wurde als Neustadtgrablege im 15. Jahrhundert angelegt. Er entwickelte sich über die Jahrhunderte zum Vorläufer des Hauptfriedhofs. Hier
sind noch katholische Traditionen spürbar, obwohl der Peterskirchhof ab 1531 als Friedhof der Lutheraner und Reformierten genutzt wurde. Auf 100 er- haltenen Grabsteinen entrollt sich dem Besucher
das „who is who“ der Frankfurter Stadtgesellschaft.
Bei dem Rundgang wird die Entstehungsgeschichte des Kirchhofs erläutert.
Treffpunkt: Eschenheimer Tor, Stadtseite, um 14 Uhr Verkehrsverbindung: U1- U3, U 8 Station Eschenheimer Tor
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Samstag, 30. Juni 2012 mit Björn Wissenbach
Der Frankfurter Hauptfriedhof - ein neu zusammengestelter Rundgang I
Im Norden Frankfurts wurde bis 1828 auf ehemaligen Rübenäckern weit vor den Toren der Stadt ein neuer Haupt- friedhof angelegt. Seinerzeit war die rechteckige Anlage außerordentlich modern mit chronologisch angelegten schlichten Reihengräbern und im östlichen Abschluss mit einer sogenannten Gruftenreihe ausgestattet, damit der Stadtadel angemessen, aber ohne baulichen Wildwuchs bestattet werden konnte. Diese Konzeption fand spätestens in der wilhelminischen Zeit in der Stadtgesellschaft keinen Rückhalt mehr und der strenge, schlichte, klassizistische Ort wurde zu einem romantischen Parkfriedhof umgestal- tet und entsprechend des rasanten Wachstums Frankfurts erweitert. Nun dominierten pompöse Grabanlagen das Bild, die häufig optisch wirksam in Sichtachsen gesetzt wurden. Diese Monumente prägen auch heute noch den Ort und sie geben Auskunft über die Erbauer derselben ebenso, wie der damaligen Haltung dem Tod gegenüber. Bei dem Rundgang werden ausgewählte Monumente vorgestellt, die über die Entwicklung des Friedhofs und die Alt-Frankfurter Familien Auskunft geben.
Treffpunkt: Eschenheimer Tor, Stadtseite, um 14 Uhr Verkehrsverbindung: U1 - U3, U8 Station Eschenheimer Tor
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Samstag, 4. August 2012 mit Björn Wissenbach
Der Frankfurter hauotfriedhof - ein neu zusammengestelter Rundgang II
Als Ergänzung zum Rundgang, der am 30. Juni angeboten wird, steht hier eine neue zweite Führung, in der weitere Grabmäler berühmter und weniger berühmter Frankfurter vorstellt werden.
Treffpunkt: Trauerhalle, Eckenheimer Landstraße, 14 Uhr Verkehrsverbindung: U5, Station Hauptfriedhof
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Samstag, 1. September 2012 mit Björn Wissenbach
Bockenheim - Bauerndorf, Industriestandort und Villenviertel
Das seit 1819 mit Stadtrechten ausgestattete kurhessische Bockenheim erlebte in der zweiten Hälfte des 19. Jahr- hunderts einen mächtigen Entwicklungsschub. So profi- tierte der berühmte Gärtner Hein-rich Siesmayer von der günstigen Lage Bockenheims zu Frankfurt und nach der Okkupation durch Preussen 1866 und die Eingemeindung nach Frankfurt 1895 entstanden hier große Industrieanla- gen bedeutender Firmen. Gleichzeitig schätzten die reichen Frankfurter den Blick von der Ginnheimer Höhe auf den Taunuskamm und ließen dort kurz vor dem Ersten Weltkrieg ihre Villen errichten. Bockenheim gehört mit dieser Städte- baulichen Melange zu den spannungsreichen Frankfurter Vororten.
Treffpunkt: Kirchplatz, um 14 Uhr Verkehrsverbindung: U6, U7, Station Kirchplatz
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Samstag, 8. September 2012 mit Bernhard Hager M. A.
Denis, Dampfloks und eine
"Arbeiterkolonie" - Eisenbahnin Nied
Erst spät von der Eisenbahn erschlossen (1888), gewann 1918 Nied durch die Anlage eines Dampflok-Ausbesse- rungswerkes im Schienenverkehr überregionale Bedeutung. Zwischen den Kriegen entstand dem Werk gegenüber eine dem Gartenstadtideal verpflichtete Eisenbahnersiedlung. Während das Ausbesserungswerk 1968 geschlossen und abgerissen wurde, präsentiert sich heute die Siedlung nach umfassender Sanierung als städtebauliches Kleinod.
Treffpunkt: S-Bahn-Station Ffm-Nied, Bahnsteig stadtauswärts, um 15 Uhr
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Samstag, 6. Oktober 2012 mit Björn
Wissenbach
Dolce Vita mit Taunusblick: Das Frankfurter Westend
Zwischen dem ehemaligen kurhessischen Bockenheim und der Frankfurter
Stadtgrenze entwickelte sich im Verlauf des 19. Jahrhunderts das mondäne Westend. Anfangs ließen sich hier die reichen Bürger entlang der Bockenheimer Landstraße ihre Villen bauen, später wurden
auch die umliegenden Äcker erschlossen. Neben dem Bahnhofsvier- tel, das freilich etwas jünger ist, formte sich das Westend als hervorragendes Gründerzeitviertel heraus. Hier finden sich
Reminiszenzen alter Landgüter, weiterhin erkennt
man noch deutlich jene gezielte großbürgerliche Selbst- darstellung der wilhelminischen Zeit bis hin zu den glatten Gebäuden, die ab den 1920er Jahren errichtet wurden. Der Rundgang beginnt an der
Alten Oper und endet im Grüneburgpark. Gutes Schuhwerk ist daher dringend geboten.
Treffpunkt: Opernplatz, um 14
Uhr
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Samstag, 20. Oktober 2012 mit Bernhard
Hager M.A.
Bismarck, Lenin und das Galgenfeld - Der Frankfurter Hauptbahnhof
Der am 18. August 1888 eröffnete Frankfurter Haupt- bahnhof stellt die wohl großartigste architektonische Hinterlassenschaft der preußischen Ägide am Main dar. Deutschlandweit zählt er zu den bedeutendsten Bahnhofs- anlagen des Historismus. Während das Empfangsgebäude der Formensprache der Neorenaissance verpflichtet ist, sind die Erweiterungen von 1912-24 im Gegensatz hierzu be- reits von der frühen Moderne und dem Jugendstil geprägt. Neben der Architektur des Hauptbahnhofes werden seine Geschichte und die heutige erstrangige, wenngleich mit betrieblichen Problemen behaftete Relevanz beleuchtet.
Treffpunkt: Hauptbahnhof, vor dem Haupteingang, um 14 Uhr
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Samstag, 3. November 2012 mit Björn
Wissenbach
„Kaiser, Lumpen, Pfeffersäcke“ - Der westliche Teil der Altstadt
Frankfurt am Main verdankt seine herausragende Stellung der günstigen geopolitischen Lage. Die Furt im Main bildete jenes Wegekreuz, das sowohl die Herrschenden, sowie das Messewesen an die Stadt band und das wirtschaftliche Rückgrat der Einwohner bildete. Damit sind schon die großen Themen der Stadtentwicklung genannt, die über alle Jahrhunderte hindurch wirksam waren. Die eigentliche Stadt mit ihren Patrizier-, Handels- und Handwerkerhäu- sern, Messehöfen, Klöstern und Kirchen lag gut verwahrt hinter starken Mauer- und Sicherungssystemen, von denen heute, bedingt durch den Zweiten Weltkrieg nurmehr weni- ge Reste vorhanden sind. Bei dem Rundgang soll die Stadtgeschichte Frankfurts an herausragenden Architekturbeispielen und verwunschenen Winkeln dargestellt werden.
Treffpunkt: Eschenheimer Tor, Stadtseite um 14
Uhr
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Samstag, 1. Dezember 2012 mit Björn
Wissenbach
Advent – Zeit der Ankunft
Während in den Geschäftsstraßen Frankfurts der große Vorweihnachtsstress
ausbricht, stehen die, dem raschen Zeittakt trotzenden Frankfurter Kirchen auch für die Beständigkeit der Religion und die Sinnhaftigkeit des schönsten christlichen Festes. Die Zeit der Erwartung,
sowie der Erfüllung findet in den Kirchen einen mannigfachen sichtbaren Ausdruck in Kunstwerken, die zur Betrachtung und inneren Einkehr einladen.
Vorgestellt werden fünf historische Innenstadtkirchen und das besondere Augenmerk liegt auf den Weihnachts- motiven.
Treffpunkt: Hauptwache, vor dem Turm der
Katharinenkirche, um 14 Uhr
Verein für Geschichte und Landeskunde Bad Homburg v. d. Höhe e. V.
